Die Ursachen von Lungenkrebs
Es gibt Risikofaktoren, die die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen können. Diese Risikofaktoren werden in erworbene Faktoren, also exogene Faktoren, und genetische Faktoren, also endogene Faktoren, unterteilt. Erworbene Risikofaktoren entstehen durch äussere Einflüsse, die Körperzellen schädigen und zu Erbgutveränderungen, also Mutationen, führen können. Dazu gehören zum Beispiel:
Rauchen, auch Passivrauchen
berufliche Einflüsse wie den Kontakt mit krebserregenden Substanzen, zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Quarzstäube, Cadmium oder Chrom in der Bauindustrie, Chemieindustrie, im Bergbau, in KFZ-Schlossereien oder in Lackierereien
hohe Schadstoffbelastung wie Asbest, Feinstaub oder Abgase
Strahlenbelastung durch Röntgen oder natürliches Radon
Chronische Infektion der Lunge
Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie zwangsläufig an Lungenkrebs erkranken, wenn Sie einem oder mehreren dieser Risikofaktoren ausgesetzt sind. Änderungen des Lebensstils oder Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz können das Risiko für eine Erkrankung reduzieren.
Lungenkrebs kann aber auch entstehen, wenn Sie gesund leben und keinem äusseren Risikofaktor ausgesetzt sind. In solchen Fällen können eine genetische Vorbelastung oder eine spontane Mutation die Ursache sein. Eine Erbgutveränderung entsteht, wenn bei der Verdopplung der DNA vor der Zellteilung ein Fehler auftritt, der nicht korrigiert wird. Kinder, deren Eltern an Lungenkrebs erkrankt sind, haben ein doppelt so hohes Risiko, selbst zu erkranken, verglichen mit Kindern, in deren Familie kein Bronchialkarzinom vorkommt.
Lungenkrebs kann somit durch externe Risikofaktoren oder durch genetische Faktoren verursacht werden.